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Orthopädieordination
Dr. Tarek Sununu, MSc

Die Anzahl an chronischen Schmerzpatienten nimmt ständig zu. Man geht aktuell von etwa 1,8 Millionen Schmerzpatienten in Österreich aus. Mindestens 30% davon haben chronische Rückenschmerzen. 50% aller Reha-Maßnahmen, 50% aller Frühberentungen sind bedingt durch Schmerzen am Bewegungsapparat.

Wenn man weiß, dass akuter Rückenschmerz in ca. 30% chronifiziert, kann man abschätzen, wie wichtig eine adäquate Schmerztherapie auch im Akutfall (zum Beispiel nach einem Unfall oder einer Operation) ist. Hier ist eine sofortige adäquate Schmerztherapie essentiell, eine fächerübergreifende Zusammenarbeit mit andern Spezialisten, um auf breiter Ebene hoch qualifizierte Schmerzmedizin zu betreiben.

Aktuelle Statistiken belegen, dass mehr als die Hälfte aller chronischen Schmerzpatienten psychische Co-Morbiditäten zeigen. Diesem Faktum gilt es Rechnung zu tragen. Es geht um eine menschliche Haltung aus der tiefen Überzeugung heraus, dass wir als Ärzte und im speziellen als Chirurgen nicht jedes Problem mit dem Skalpell lösen können. Eine tragfähige Arzt-Patient-Beziehung ist eines der wichtigsten therapeutischen Mittel, die uns zur Verfügung stehen. Gerade rund um einen chirurgischen Eingriff, wo sich der Patient tatsächlich seinem behandelnden Arzt ausliefern muss, ist ein Vertrauensverhältnis unglaublich wichtig. Vertrauen verbessert die Erfolgsaussichten auch, wenn Folgemaßnahmen nach einem Eingriff erfüllt werden müssen, um den Therapieerfolg zu gewährleisten (z.B. die Einsicht, dass eine intensive Physiotherapie erforderlich ist).

DR. TAREK SUNUNU, MSC

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie
Psychotherapeut (Integrative Gestalt-Therapie)

Arthroskopie

Die Arthroskopie („Schlüsselloch-Gelenks-Chirurgie“) steht wie kaum eine andere Technik in der Chirurgie für Innovation, gewebeschonende Technik und schnelle Rückkehr in den Sport und an den Arbeitsplatz. Im Prinzip kann jedes größere Gelenk des menschlichen Körpers arthroskopisch eingesehen und behandelt werden. Allerdings können nicht immer alle erkannten Schäden auch durch das Schlüsselloch behandelt werden. Kunstgelenke beispielsweise können definitiv nicht arthroskopisch eingebracht werden!

Am häufigsten wird das Kniegelenk arthroskopiert. Viele Schäden wie Meniskus- oder Kreuzbandrisse können mit der Kamera dargestellt werden und mit kleinen Instrumenten repariert werden. Der Meniskusriss stellt eine sehr häufige Erkrankung dar, in über 90% der Fälle erfolgt eine Sanierung durch eine arthroskopische Meniskus-Teilentfernung, eine Naht des Meniskus ist nur selten möglich. Mit sportlicher Aktivität kann nach einer Meniskusoperation in der Regel nach 3 Wochen wieder begonnen werden. Schwere Gelenksschäden wie höhergradige Arthrosen („Abnützungen“), können häufig durch die Arthroskopie nicht günstig beeinflusst werden, hier kommen Kunstgelenke zum Einsatz.

Hallux Valgus und
andere Erkrankungen des Fußes

Etwa 12% der Bevölkerung in der zivilisierten westlichen Welt leidet unter einer schmerzhaften Verkrümmung der Großzehe. Der Hallux valgus ist vor allem eine Erkrankung der Schuhe tragenden Frau von mittlerem Lebensalter!

Zum Glück gibt es eine Vielzahl von ausgezeichneten Operationsmöglichkeiten, um den Hallux valgus und andere Fußdeformitäten sehr zufriedenstellend zu behandeln. Moderne Operationstechniken zielen darauf ab, die Funktion des Fußes bei optimaler Kosmetik (ja, der Fuß soll auch optisch wieder ansprechend sein!) wiederherzustellen.

Wann immer es sinnvoll und möglich ist, ist man bestrebt, alle Gelenke zu erhalten und ihre anatomische Stellung zu verbessern, bei fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen und massiven Fehlstellungen kommen auch Gelenksversteifungen (Arthrodesen) und künstliche Gelenke zum Einsatz.

Viele Vorfußoperationen können auch in örtlicher Betäubung (Fußblock) durchgeführt werden, wenn keine Narkose erwünscht oder möglich ist.

Die am häufigsten angewendete Operationstechnik beim Hallux valgus ist die Austin (Chevron) Osteotomie. Die Operation dauert etwa eine halbe Stunde, danach erfolgt die Mobilisation mit einem speziellen Schuh, der für vier Wochen das Abrollen über den Zehenballen verhindert.